„Bildung mit Wert passt perfekt in diese Zeit“

v.l.: Wolfgang Gelhard (Geschäftsführer Kolping-Bildungswerk Paderborn), Thorsten Klute (Staatssekretär für Integration im NRW-Arbeitsministerium), Marina Kronemann (Zentralverband des Deutschen Handwerkes), Thomas Friedrich (Bereichsleiter Produktentwicklung der Bundesagentur für Arbeit) und Vinzenz Heggen (Stellv. Landrat des Kreises Paderborn)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Paderborn, 21.03.2017. Das Kolping-Bildungswerk in Paderborn befindet sich im Jahr seines 50jährigen Bestehens. Zu diesem Anlass finden in 2017 drei Fachtagungen, ein Tag für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie ein großer Festakt im November statt. Den Auftakt des Jubiläumsjahres markierte eine hochkarätig besetzte Fachkonferenz zum Thema „Arbeit im Wandel – wer nimmt die benachteiligten Menschen mit?“. Geschäftsführer Wolfgang Gelhard, konnte dazu 80 Gäste im Hotel Aspethera begrüßen.

„Ich bin sehr beeindruckt über das breite Angebotsspektrum des Kolping-Bildungswerkes und weiß, dass man Kolping als zuverlässigen, werteorientierten Bildungsanbieter sehr schätzt“, sagte Thomas Friedrich, der als Bereichsleiter Produktentwicklung der Bundesagentur für Arbeit (BA) den Impulsvortrag hielt. Friedrich stellte die neuen BA-Maßnahmen zur Qualifizierung und Integration der Flüchtlinge vor. Eine gewaltige Herausforderung, die zufriedenstellend nur durch die gezielte Kombination von Sprachqualifizierung und Arbeitsförderung bewältigt werden könne. In diesem Kontext zeigte sich Friedrich vom Kolping-Motto „Bildung mit Wert“ beeindruckt. „Der Slogan Bildung mit Wert passt perfekt in diese Zeit“, so Friedrich. Ein langfristiges Fundament an Qualifizierung und Bildung sei erfolgversprechender als etwa die kurzfristige Vermittlung der Geflüchteten in Helfertätigkeiten.

Bei der anschließenden Podiumsdiskussion, an der neben Friedrich auch der Staatssekretär  für Integration im NRW-Arbeitsministerium, Thosten Klute, und Marina Kronemann vom Zentralverband des deutschen Handwerks teilnahmen, wurden auch gesellschaftliche Aspekte betont: „Wir erleben nach wie vor großes ehrenamtliches Engagement und viele Menschen, die sich bewusst interkulturell weiterbilden“, so Klute.  Es laufe zwar noch nicht alles perfekt, aber mit etwas Geduld von allen Beteiligten seien gute Integrationsergebnisse zu erwarten und darauf könne man stolz sein, so der Staatssekretär weiter. Auch Kronemann zeigte sich optimistisch: „Das Handwerk hat in den letzten Jahren mit ausländischen Auszubildenden gute Erfahrungen gemacht. Perspektivisch kann hier ein Beitrag zur Schließung der Fachkräftelücke geleistet werden.“ Wichtig war allen Rednern jedoch auch, dass neben den Flüchtlingen auch andere benachteiligte Gesellschaftsgruppen wie Langzeitarbeitslose oder Menschen mit Behinderungen weiter im öffentlichen Fokus bleiben. Das unterstrich der stellvertretende Landrat des Kreises Paderborn, Vinzenz Heggen, bei seinem Beitrag, indem er den Begriff der Inklusion hervorhob, der für alle Menschen gleichermaßen gelte.

 

Weitere Eindrücke der Fachtagung

Alles vorbereitet: Für 80 Personen wurde Platz im großen Saal des Hotel Aspethera geschaffen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Achim Albrecht, Vorstand der Stiftung Grone-Schulen, begrüßte die Gäste und moderierte durch die Veranstaltung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Thomas Friedrich, Bereichsleiter Produktentwicklung der Bundesagentur für Arbeit, hielt den Impulsvortrag.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schwerpunktmäßig ging es um die Frage, wie die Flüchtlinge effektiv und nachhaltig in den Arbeitsmarkt integriert werden können.